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Sollte man als Trainer selber ein guter Spieler sein ?


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3 Antworten in diesem Thema

Umfrage: Sollte ein Trainer selber gut spielen (19 Mitglieder haben bereits abgestimmt)

Sollte ein Trainer selber gut spielen

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    Prozentsatz der Stimmen: 36.84%

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    Prozentsatz der Stimmen: 63.16%

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#1 Markus Thies

Markus Thies

    Administrator

  • Administrators
  • 788 Beiträge
  • OrtGöttingen
  • Verein:TTV Geismar
  • Spielklasse:Bezirksliga Göttingen

Geschrieben 02 Dezember 2006 - 10:56

Zu dem Thema hat mich folgende Email erreicht:

Hallo zusammen,

ich bin heute erstmalig auf diese Seite gelangt und finde sie erstaunlich aufschlußreich.
Ich selbst (41) spiele seit etwa 30 Jahren Tischtennis, davon 28 Jahre nur im privaten Rahmen. Ich habe niemals einen Trainer gehabt und war immer froh und stolz, wenn ich mal einen langgespielten Ball auf die Platte zurückbrachte. Aus diesen Gründen entwickelte sich eine "Technik", die in keinen klassisch zu nennenden Rahmen passt. Als ich mich entschloss, einem Verein beizutreten, war mein - und erst recht das Erstaunen der anderen - groß. Unmögliche, schwierige Bälle konnte ich mühelos retournieren, aber die einfachsten leider nicht. Kein Wunder, hatte ich doch von den diversen Schlagtechniken nie gehört, geschweige denn einüben können.
Nun ja, inzwischen bin ich 2. Jugendwart des Vereins (was wohl eher in meiner pädagogisch/logistischen/organisatorischen Ader begründet liegt).
Neulich trat die Vereinsleitung an mich heran, zu überlegen, ob ich nicht die Trainerlizenz erwerben möchte.
Allerdings frage ich mich (schon in Hinblick auf meine Bilanz als Spieler), ob sie sich da den richtigen ausgesucht haben.
Ich denke, als Trainer sollte ich doch erstmal das Spiel beherrschen; und ich unterliege doch jetzt schon den meisten gut trainierten Schülern.
Ist das ein Widerspruch oder kann man da wirklich was machen?

Sorry, ich weiß sonst niemanden, dem ich diese Frage stellen kann und ich würde mich über eine Antwort wirklich freuen.

Vielen Dank im voraus


Stephan


Meine Antwort:

Hallo Stephan,

das ist eine sehr interessante Frage zu der es durchaus unterschiedliche Ansichten gibt. Natürlich scheint es erst einmal von Vorteil zu sein, selber zu spielen, um verschiedene Schläge zu demonstrieren.
Allerdings kenne ich viele erfolgreiche Trainer, die selber nur bedingt den Sport beherrschen, sich aber durch Wissenstransfer und (ganz wichtig) Fehlerkorrektur (und den üblichen Feldern wie Motivation etc.) qualifizieren.
Es ist häufig sogar eher ein Nachteil, selber etwas vorzumachen, da fast niemand eine "saubere" Technik beherrscht und man u. U. etwas falsches demonstriert.
Was man allerdings können sollte, ist ein gutes Einspielen am Balleimer.
Ich denke, dass einer erfolgreichen Trainerkarriere nichts im Wege stehen sollte. Die Kurse der Landesverbände sind sehr zu empfehlen und bringen das nötige Rüstzeug.

Um Dir noch verschiedene qualifizierte Meinungen einzuholen, habe ich das Thema in unser Forum gestellt.

Grüße

Markus


Wie ist Eure Meinung. Könnt Ihr mir zustimmen?

#2 MaikS

MaikS

    Tischtennis Champ

  • Moderators
  • 926 Beiträge
  • Ortgöttingen

Geschrieben 02 Dezember 2006 - 11:24

Bedingt.
Sagen wir mal so: Ich denke, wenn man selbst erfolgreich/gut spielt, ist es einfach, den Respekt der Kinder zu halten. Das kann vor allem in schwierigen Altersphasen sonnst schonmal schnell über die Dutten gehen. Aber das kann man auf anderer Authoritätsebene wieder wettmachen.
Das vorspielen ist da schon schwerer. Hier sollte man evt. medial Unterstürtzung in Anspruch nehmen.
und das viele die Technik sleber nicht können, halte ich für ein gerücht.
Aber das es auch völlig anderes geht, zeigt ein wunderbares beispiel in Göttingen: Der erfolgreichste Trainer bisher, mit zig Talenten, die teilweise sehr hoch spielen, im Damen als auch vornehmlich Herrenbereich, spielt selber mit wenig Technik, kennt aber die Grundlagen. Aber
er hat immer Zeit, immer ein offenes Ohr, er vermittelt einfach Spaß am TT. Wenn du das als Trainer schaffst, sind alle anderen Fähigkeiten sekundär. Die kriegen sie wenn das Talent da ist im Kreis/Bezirks/Landeskader.
Von daher: Mit eigener guter technik, einer entsprechenden Position im Spielbetrieb, ist alles etwas einfacher. Aber wenn nicht, ist es nicht unmöglich, sondern nur etwas schwerer.

MfG Maik

#3 lange-noppe

lange-noppe

    Tischtennis Profi

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  • 158 Beiträge

Geschrieben 04 Dezember 2006 - 11:02

Ein langjähriger Trainer bei mir in der Gegend war selber nie ein guter Spieler, dennoch hat er Vereine bis hin zur RL trainiert!

War Volker Finke ein guter Fußballer?

Gruß

Uli

#4 m3rl1n

m3rl1n

    Tischtennis Freak

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  • 29 Beiträge
  • OrtMesstetten

Geschrieben 26 Juli 2007 - 23:43

Meiner Meinung nach ist es nicht entscheidend welche Spielstärke ein Trainer hat.

Es ist vollkommen ausreichend wenn der Trainer die Grundschläge Schupf, Block/Konter und Spin ansatzweise beherrscht.

Viel wichtiger ist die Fähigkeit Spieler motivieren können und dass Er in der Lage ist Anleitungen zu geben wie jeder Spieler sein Spiel optimieren kann.

Wenn dies konsequent durchgeführt wird steigt die Spielstärke der einzelnen Spieler in relativ kurzer Zeit stark an. Und genau darauf kommt es ja an.

Gruss Merlin




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