Ob die reine Veränderung sprich Reduzierung der Mannschaften die alleinige Lösung ist, oder ob tiefer ergreifende Veränderung nötig sind, muß diskutiert werden.
Die Ursachen für eine Reform (nicht nach Wichtigkeit sortiert)
- Abnehmende Spielerzahlen
- sinkendes Niveau
- größer werdendes Gefälle zw. den Paarkreuzen
- geringere Flexibilität durch erhöhte berufliche Verpflichtungen (z.B. Öffnungszeiten im Einzelhandel, Moderne Schichtmodelle)
- andere Altersstruktur: weniger junge, mehr Mittelalte (die weniger Zeit haben)
- sehr starke Individualisierung, weniger Gemeinschaftssinn (ist Vereinsleben überhaupt noch zeitgemäß)
- bessere Differenzierung (homogenere Klassen)
- Minimierung der Fahrtzeit
- höhere Flexibilität
- Durchsetzen von sportlichen Ergebnissen (es steigt nur der auf, der Meister wir bzw. die Relegation gewinnt)
- Stärken des Eventcharakters (da ändert sich nichts durch 4er Mannschaften, ist aber m.E. nach sehr zeitgemäß)
- Verbesserung der Außendarstellung (was in der 1. Bundesliga gilt, gilt um so mehr in der Kreisliga: für Zuschauer sollte die Zeit überschaubar und nicht über 2 Stunden sein; außerdem sind die Niveauunterschiede für Zuschauer nicht attraktiv.)
Ob die klassenübergreifende Einführung der 4er Mannschaften allein dazu führt, den Tischtennissport ausreichend zu reformieren kann man jetzt noch nicht beurteilen. Wenn man die Sitution so läßt, wird sich die Frustration der Spieler weiter verstärken und somit das Ausdünnen der Spielerdecke beschleunigen.
Einige Ideen, welche weiteren Maßnahmen in Betracht gezogen werden sollten:
- Verkürzung der Spielserie (=schnellerer Auf-/Ab-stieg =mehr Entscheidungsmomente) z.B. Halbserie=Serie
- alternative Ligen (z.B. 2er Mannschaftssystem / kann man Prima in den Trainingzeiten spielen) kommt der Individualisierung entgegen
- gemischte Mannschften
- zentraler Punktspielort (das muß nicht immer sein, aber wie wär es denn: 2 Punktspieltage pro Serie finden zentral in einer großen Halle statt, mit gemeinsamen Essen und Trinken im Anschluß
Es wäre mal spannend zu hören, in wie weit diese Themen auf offizieller Ebene beurteilt werden.
Zu befürchten ist allerdings, daß die Reformen immer nur da angegangen werden, wo die Spielersituation keinen anderen Weg zuläßt.












