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Tischtennis Pur Artikel: "10 Thesen Zur Verbesserung Des Spielsystems Im Tischtennis"


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8 Antworten in diesem Thema

#1 Markus Thies

Markus Thies

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Geschrieben 08 April 2011 - 16:04

Die 10 wichtigsten Aspekte bei einer Reform des Spielsystems im Tischtennis

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#2 Tulpinger

Tulpinger

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Geschrieben 09 April 2011 - 23:12

Najut Markus! Ich weiß ja, dass dies ein Dir wichtiges Thema ist und scheinbar auch übergreifend diskutiert wird!

Möchte einfach mal meine ( nicht verprflichtende) Meinung dazu äußern!


1. Das optimale Verhältnis von Spielzeit zu aufgewendeter Zeit in der heutigen Zeit der zentrale Aspekt. Wie viel Tischtennis kann ich in meiner aufgewendeten Zeit spielen? Was investiere ich und was bekomme ich dafür?

Diese Entscheidung trifft jeder für sich! Möchte ich hochklassig spielen mit weiten Fahrten, etc., weiß ich, dass das ganze doch gerade bei Auswärtsspielen sehr viel Zeit erfordert!


2. Die Planbarkeit der Länge von Tischtennispunktspielen muß verbessert werden. Wir wissen heute nicht, ob ein Spiel 1,5 Stunden oder 4,5 Stunden Länge hat. Das ist für die Arbeits- und Freizeitplanung des einzelnen nicht mehr zeitgemäß.

Arbeitsplanung bei WE-Spielen lass ich mal dahingestellt! Freizeitplanung, ok... Aber dennoch kann ich in etwa einschätzen, wielange ein Spiel läuft! Spiel ich als Letzter gegen den Ersten, kann das Spiel durchaus nach 1,5 Stunden vorbei sein und ich rechne im Vorfeld nicht mit 4,5 Stunden! Genausowenig rechne ich nicht mit 1,5 Stunden Spielzeit bei einer Begegnung mit dem Tabellennachbarn....


3. Ein einheitliches Spielsystem für alle Klassen von der 1. Bundesliga bis zur untersten Kreisklasse fördert die Glaubwürdigkeit des TT-Sports. Heute haben wir weit über 10 verschiedene Spielsysteme, die für einen Außenstehenden nicht mehr durchschaubar sind. Das macht unseren Sport in der Öffentlichkeit unglaubwürdig. Wenn ein System für der 1. Bundesliga gut ist, sprechen viele Argumente dafür, dies auch in der Kreisliga einzusetzen.

10 verschiedene Spielsysteme kann ich mir geschlechtsübergreifend kaum vorstellen, möchte aber für das Gegenteil nicht meine Hand ins Feuer legen! Die Gründe sind unterschiedlich! In der 1.BL geht es beispielsweise ums liebe Geld! Da TT für die breite Öffentlichkeit, bzw. TV recht uninteressant ist, konnte man sich 4er oder gar 6er-Mannschaften nicht mehr leisten! So einfach ist das! Unterhalb der 1.Liga wird jedoch mit 6 Spielern je Mannschaft gespielt bis hin zur 2. Kreisklasse (korrogiert mich wenn ich dort falsch liege)!


4. Eine erhöhte Durchlässigkeit der einzelnen Spielklassen im Tischtennis fördert die Spannung. D.h. möglichst viele Mannschaften sollten in möglichst kurzer Zeit auf- und absteigen können. Vielleicht wäre eine Idee, die Serie jeweils zur „Halbserie“ zu beenden.

Das empfinde ich als einer der dämlichsten Punkte! Eine Saison besteht IMMER (egal in welcher SPortart) aus einem Heim- und Auswärtsspiel! Zum Einen gibt es halt den gewissen Heimvorteil, zum anderen: Wer bestimmt welche Duelle heim oder auswärts ausgetragen werden?! Mal ganz abgesehen von mannschaftlichen (oder auch persönlichen) Zielen, etwas "anders" zu machen als im Hinspiel!


5. Eine Mannschaft sollte aus ökologischer Verantwortung in einem Auto zum Spiel fahren können.

Das ist ein Punkt den man aus dieser Sichtweise nachvollziehen kann! Nicht jeder hat das Glück, einen "Bus" zur Verfügung zu haben! Aber rein subjektiv besteht eine Mannschaft aus 6 Leuten! Und wenn einer mal schlecht spielt, sind dort 5 andere die es ausgleichen können! Auf "kurze Duelle bis 3" mit 3 oder 4 Leuten hätte ich persönlich wenig Lust! Vielleicht empfinde ich das auch so, weil bei uns die mannschaftliche Geschlossenheit und der Spaß echt hervorragend sind! Aber ich hätte wenig Lust, eine 3er oder 4er Mannschaft zu haben!


6. ...und die Entfernung zu Auswärtsspielen sollte so gering wie möglich sein.

Sucht sich auch jeder aus durch die SPielklasse, in der man antritt! Grundsätzlich ist das wünschenswert! Aber eine Oberliga lässt sich mit Fahrten <30km wohl kaum ermöglichen! Auch hier steht die Entscheidung (Spielstärke vorrausgesetzt) jedes Einzelnen im Vordergrund: Möchte ich sportlich alles rauslocken und muss dafür halt 1,5-2 Stunden Hin-, aber auch Rückfahrt einplanen, oder will ich auf Kreisebene kurze Wege haben!

7. Die einzelnen Klassen im Tischtennis sollten möglichst homogen sein.

???? Den Punkt muss mir noch einmal jemand erklären..... Nicht, dass ich das Wort nicht verstehe, sondern erkläre mir einer den Sinn dieser Aussage! War wohl nur ein Auffüller um auf "10" zu kommen :mrgreen:


8. Die Mannschaftsgröße sollte der heute erwarteten Flexibilität des Einzelnen entsprechen.

Nochmal Fragezeichen! Soll das heißen, eine Mannschaft sollte mit 8 Mann melden, um 4 Leute aufzustellen, weil Oma, Tante, was auch immer Geburtstag hat?! Flexibel sollte Jeder sein! Es ist aber eine Grundsatzfrage, ob ich mein Tischtennis um mein Wochenende stricke oder anders herum! Es gibt Mannschaften die schaffen es, mit 6 Leuten eine Saison durchzuspielen und andere Mannschaften,. die 9 Mann melden und dennoch Ersatz brauchen! Wer ist dann genau definiert der "Einzelne"??? Will man dann TT-Spiele mit 2 oder 3 Mann bestreiten, weil alle Anderen " wenig/oder gerade flexibel" sind?!


9. Sportliche Erfolge und Misserfolge müssen ihren Wert erhalten. Die Beliebigkeit durch z.B. ständiges Nachrücken muß vermieden werden.

Den Punkt unterstütze ich voll und ganz! Ein Nachrücken trotz des dafür nicht notwenigen Erfolges, ein Verzicht des AUftsiegs, trotz Meisterschaft darf nicht mehr sein! Den Verzicht empfinde ich als noch schlimmer, da Nachrücken durch Sponsorenrückzüge in höheren Klassen erforderlich ist, damit nicht nur noch 7 Mannschaften in der 2. Liga oder Regionalliga spielen... Aber Relegationen, wo alle 3 beiteligten Mannschaften aufsteigen oder gar Tabellen-3. aufsteigen...mmh!

10. Der zeitliche Rahmen eines Punktspiels sollte überschaubar und sowohl für die Spieler als auch für Zuschauer zumutbar sein. Wie wird denn für die 1. Bundesliga geplant? 60-90 min? Da fragt man sich wirklich, warum ein längeres Tischtennis Spiel in der ersten Liga mit den absoluten Topstars für die Zuschauer unzumutbar ist, man aber in der Bezirksklasse den Zuschauern gerne mal 4 Stunden zumuten kann.

Also ich persönlich bin von der kurzen SPielzeit der 1.Liga enttäuscht, da mich dort jede Minute des hochklassig gespielten TT erfreut! Nochmal: Die Reform hatte nichts mit Zumutbarkeit für den Zuschauer zu tun, sondern einfach nur mit dem knappen Geld! Und ob in der Bezirksklasse das Zuschaueraufkommen so hoch ist, lasse ich dahingestellt! Selbst in der LL haben wir spiele vor 2-5 unbeteiligten Zuschauern und unsere Gäste sind von unseren im Schnitt 20 Leuten begeistert!

#3 EdeGeier

EdeGeier

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Geschrieben 18 April 2011 - 13:05

Also ich will nicht auf jede einzelne These eingehen, sondern eher auf den generellen Sinn von Reformen im TT.
Aus deinem anderen Thread bzgl. der "Hiobsbotschaften in den Vereinen" schließe ich, dass du befürchtest es werde in den nächsten Jahren kontinuierlich zu einem Rückgang an Spielern kommen.
Ich sehe nicht wirklich, wie du darauf kommst. Deine aufgezählten Beispiel waren ziemlich ausgesucht. Grade bei kleineren Vereinen geht es halt immer zyklisch bergauf/bergab, je nachdem was aus der eigenen Jugend nachkommt.
Mit dem ASC, Geismar, Torpedo 2, Laho, Landolfshausen, Dassel waren/sind vor kurzem Teams aus dem Göttinger Raum in der Landesliga, welche diesen Sprung teilweise zum ersten Mal geschafft haben. Jetzt geht es für einige der Clubs halt wieder bergab aus den unterschiedlichsten Gründen, aber das finde ich nicht besorgniserregend. Dafür kriegen eben andere Teams eine Chance und wer weiß in 4-5 Jahren gibt es z.B. in Geismar vllt auch wieder 1-2 Studenten + Nachwuchs und es geht wieder aufwärts.
Das noch vorweg als kleinen Exkurs zum Thema "Hiobsbotschaften".

Zum Thema Änderungen/Reformen. Was sollen diese bewirken? Generell finde ich es nicht Vorteilhaft für einen Sport, wenn ständig Dinge geändert werden. Mit dem größeren Ball, der Aufschlagregel, den kürzeren Sätzen sollte vor ein paar Jahren der Sport für Zuschauer interessanter gestaltet werden. In der Hinsicht kann man die Reformen denke ich durchaus als gescheitert ansehen.
Ich denke generell ist es fatal, wenn man versucht den Sport immer weiter auf das runterzubrechen, was man als Zuschauerfreundlich einstuft, wird man nur verlieren. In dem Kontext sehe ich auch die Verkürzung der Spiele der 1. Bundesliga. Bei einem Punktspiel wo es vllt nur 3 Einzel gibt kann doch gar keine echte Spannung aufkommen, ist zumindest meine Meinung.

Auch die Forderung nach 4er Mannschaften kann ich nicht unterstützen. Beim Tennis gab es diese Reform vor einigen Jahren. Mit Ach und Krach haben diverse Clubs damals ihre 6er Teams vollbekommen, nach der Reform waren natürlcih erstmal genug überschüssige Spieler da und es gab keine Probleme hinsichtlich der Meldung von Mannschaften. Jedoch hatten dann viele Clubs wiederum zu wenig Leute um evtl. eine zweite Mannschaft zu melden und somit hat man dann das Problem das nur 4 Leute spielen konnten, man aber 6-7 zur Auswahl hat. Klar kann man dann rotieren, aber es ist dann so gekommen, dass die Überschüssigen zumeist ihr Tennispensum abseits der Punktspiele über die Jahre angepasst und sich anderen Dingen gewidmet haben. Ende vom Lied, bzw. der jetzige Stand ist, dass es viele Clubs jetzt nur noch mit Müh und Not schaffen, 4er Teams zu melden.

Eine postive Änderung fände ich aber deine Überlegung nach jeder Halbserie Ab/Aufsteiger zu bestimmen. Das würde meiner Meinung nach wirklich mehr Dynamik in die Sache bringen und größere Spannung bewirken. Bei dem jetzigen Sytem sind viele Spiele der Rückrunde leider nur noch Spiele um die goldene Ananas und nicht grade motivierend.

Ich denke jedoch nicht, dass Änderungen mehr Jugendliche dazu verleiten mit Tischtennis anzufangen oder Zuschauer zu verlocken in die Halle zum Zuschauen zu kommen. Tischtennis ist nunmal kein populärer Sport und wird es auch nie werden. Kinder haben mittlerweile viel mehr Sport/Beschäftigungsmöglichkeiten als früher und verteilen sich dementsprechend auch auf mehr Sportarten, damit muss man leben.
Sicher, man sollte auch nicht nur aus Nostalgie auf alten Regeln/Grundsätzen beharren, aber genauso sollte man auch nicht aus blinder Reformwut dauernd Dinge ändern und somit vllt sogar noch Spieler verärgern.
Was bringen Regeln wie das Verbot von glatten Noppen und Frischkleben, wenn es nicht kontrolliert werden kann? Durch das Verbot ist es ja noch viel schlimmer geworden. Jetzt behandeln viele ihr Material und das Ergebnis ist schlimmer, als die erlaubten Mittel zuvor und man kann nichts dagegen tun.

#4 Markus Thies

Markus Thies

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Geschrieben 29 April 2011 - 18:55

Hallo Ede, Hallo Tulpe,

Danke für Eure Meinung.

bei dem Thema muß man 2 Dinge unterscheiden:

Einmal: Wie reagieren wir auf den nachweislichen Rückgang der Spielerzahlen? Das ist ein Problem, dem wir uns stellen müssen. Streichen wir hier und da eine Staffel und machen so weiter wie bisher? Und da setzen meine Befürchtungen ein, daß das auf Dauer nicht funktioniert und wir den Rückgang damit beschleunigen.

Das andere Thema: Wir müssen den Spielern, die eine breitere Freizeit oder andere Verpflichtungen haben, Wahlmöglichkeiten bieten. Willst Du viel oder eher im kleineren Rahmen spielen? Willst Du viel oder gar nicht kann nicht das Ziel sein. Wie das ganze aussieht, darüber müssen Ideen entwickelt werden. Nur diese Ideen sollte man umsetzen, so lange noch genügend Spieler da sind.

Grüße
Markus

PS: Fahre morgen auf ein 3er Mannschaftsturnier. Das ist auch eine Möglichkeit zusätzlich zu spielen.

#5 Markus Thies

Markus Thies

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Geschrieben 29 April 2011 - 22:15

An den beiden Statements wird deutlich, wie schwer es ist, ein einheitliches Bild zu bekommen:

4. Eine erhöhte Durchlässigkeit der einzelnen Spielklassen im Tischtennis fördert die Spannung. D.h. möglichst viele Mannschaften sollten in möglichst kurzer Zeit auf- und absteigen können. Vielleicht wäre eine Idee, die Serie jeweils zur „Halbserie“ zu beenden.

Das empfinde ich als einer der dämlichsten Punkte! Eine Saison besteht IMMER (egal in welcher SPortart) aus einem Heim- und Auswärtsspiel! Zum Einen gibt es halt den gewissen Heimvorteil, zum anderen: Wer bestimmt welche Duelle heim oder auswärts ausgetragen werden?! Mal ganz abgesehen von mannschaftlichen (oder auch persönlichen) Zielen, etwas "anders" zu machen als im Hinspiel!


Eine postive Änderung fände ich aber deine Überlegung nach jeder Halbserie Ab/Aufsteiger zu bestimmen. Das würde meiner Meinung nach wirklich mehr Dynamik in die Sache bringen und größere Spannung bewirken. Bei dem jetzigen Sytem sind viele Spiele der Rückrunde leider nur noch Spiele um die goldene Ananas und nicht grade motivierend.


@Tulpe
Mich würde mal interessieren, ob Du diese Veränderungen z.B. der Anzahl der Spieler nicht wahrnimmst und wie Deine Vorschläge für diese weitere Entwicklung sind? Einfach weiter so? Oder sollte man mit anderen Maßnahmen eingreifen?

#6 Deichchaot

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Geschrieben 30 April 2011 - 10:03

Ob 4er oder 6er Mannschaften. Meiner Meinung ist nicht unbedingt die Mannschaftsstärke verbesserungsbedürftigt, sondern wir müssen viel eher die Spielzeit eines Punktspieles in den Griff bekommen. Im Fußball dauert ein Spiel inclusive Halbzeit und Nachsielzeit gut 120 Minuten, im Handball gut 90 Minuten. Im Tischtennis ?

Okay, vielleicht kann man abschätzen, ob 2 Std oder 4 Std je nach Gegner. Aber das ist doch das Problem das wir haben. Selbst wir Spieler wissen es nicht. Wir spielen alle gerne Tischtennis. Wir spielen gerne 2 Std oder auch mehr. Wir müssen endlich Tischtennis für außenstehende Interessanter machen, damit diese selbst mal zum Schläger greifen. Um Mitglieder zu gewinnen. Okay, dazu sind die Punktspiele nicht soooo relevant wie Trainingsbeteiligung oder Trainingsbedingungen etc
Aber viele von uns haben Familie, Beruf sowie Haus und Hof. Mal 5 bis 6 Std am Samstag für ein Spiel (incl. Anfahrt, Abfahrt, Umziehen, Einspielzeit usw)einzuplanen ist nicht gerade leicht. Der Samstag ist so gut wie weg. Wer noch keine Familie hat, Junggeselle ist oder nur irgendwo zur Miete wohnt und sich nicht um seinen Garten kümmern braucht mag anderst denken - ohne hier irgendjemanden zu Nahe zu treten. Und wenn Punktspiele mit solch einer länge auch noch in der Woche gespielt werden müssen, weil der Heimverein keine andere Hallenzeit hat ....

Wenn sich eine Spielzeit bei 120 bis 150 Minuten einpendelt, ist das lange genug und auch interessanter wenn mal Besucher dabei sind. Das ist nicht zu kurz und auch nicht zu lang.
Wie erreicht man so eine Spielzeit? Das geht nur, wenn man die Anzahl der Spiele schon vorher weiß. Dabei ist es unerheblich ob 4er oder 6er Mannschaften. Obwohl 3er Mannschaften für mich indiskutabel sind und auch nicht wirklich eine Mannschaft darstellt.

Wenn ein Durchgang 25 Minuten dauert, dann haben wir 5 Durchgänge. Wenn alle Spiele gespielt werden, weiß man: aha, so lange wird es gehen. Okay, wenn da nur 5-Satz-Matches dabei sind, dauert es auch mal länger. Aber andersherum geht auch mal ein Puntkspiel dann schneller wenn immer nur 3 Sätze gespielt werden.

Ich würde daher das Bundessystem (4er) favorisieren. 1 Durchgang Doppel und dann 4 Durchgänge Einzel. Jeder Spieler macht sicher 1 Einzel und 2 Doppel.

Warum Duchspielen wenn beim Stand 6-0 schon die Entscheidung gefallen ist? Dann werden die letzten 4 Einzel je nicht mehr ernst genommen. Ja, das kann so sein bei unserem Punktsystem 2-0 für einen Sieg und 1-1 für ein Unentschieden. Aber wenn man dies weglässt und nur das reine Ergebnis (5-5 / 7-3 oder 9-1) in der Tabelle zumsammenzählt, dann zählt wirklich jedes einzelne Spiel, auch wenn beim 6-1 schon die Entscheidung über Sieg und Niederlage im Mannschaftskampf gefallen ist.

Irgendwo ist eine solche Zählweise auch schon Gang und Gäbe, hab ich kürzlich gelesen, ich kann mich aber nicht entsinnen, wo. Ich glaube, des es in den Niederlanden so gehandhabt wird.

Was haltet ihr davon ?


Gruß Björn

#7 Sebbel

Sebbel

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Geschrieben 14 September 2011 - 07:49

So mag auch mal meinen Senf dazugeben.

Zum Thema Spielzeit:
Ihr vergleicht dort Äpfel mit Birnen und zwar reine Mannschaftssportarten mit Zeitlimit gegen ne individual Sportart die in Teams ausgetragen wird. Der passendere Vergleich wäre wohl Tennis oder Badminton. Im Tennis kann es auch passieren das ein Spiel nach 60 Minuten oder 4 Stunden vorbei ist.... und trotzdem begeistert diese Sportart die Zuschauer..

Rückläufige Spielerzahlen hin oder her, kann ich jetzt soooo nicht bestätigen bei uns im Altkreis Münden. Manche Teams kommen manche Teams gehen, aber die Klassenzusammenstellungen bzw Anzahl der Mannschaft ist doch über die Jahre relativ konstant...

Viel schlimmer ist das Problem das die meisten Mannschaften sich nicht verjüngen können und so der Altersschnitt merklich nach oben geht. Das liegt natürlich zum großen Teil an der mangelnden Jugendarbeit der einzelnen Vereine, jedoch auch mit Verantwortlich ist der zunehmende Druck auf die Kinder und Jugendliche im Alltag ("Turbo-Abi", Schule bis teilweise 16-17 uhr)...

Dieses Problem wird sich sicherlich noch verschärfen in den nächsten Jahren...

#8 Rudolf Endres

Rudolf Endres

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Geschrieben 25 September 2011 - 17:19

Die rückläufigen Spieler- und Mitgliederzahlen sind nicht wegzudiskutieren. Und sie liegen deutlich über dem Rückgang konkurrierender Sportarten. Der STTB z.B. ist innerhalb weniger Jahre von etwa 14500 auf etwa 9800 Mitglieder geschrumpft. Das Damentischtennis ist in meinem Verband am Aussterben und das trotz etlicher höherklassiger Vereine und eines recht erfolgreichen Bundesligisten.

Noch was zu den Spielzeiten. Der 1. FC Saarbrücken unterlag vor kurzem freitags im CL-Spiel gegen einen franz. Gegner mit 2:3. Das Spiel begann um 19.30 Uhr und endete kurz vor Mitternacht. Fast wäre das letzte Einzel in den fünften Satz gegangen. Dann wäre es wahrscheinlich 00.30 Uhr geworden. Ich schätze mal, dass etwa drei Viertel der Zuschauer bereits um 23.00 Uhr abgereist waren. Dabei war es extrem spannend. Ich konnte meine Mitfahrer (Verbandsligaspieler) mit viel Mühe überreden bis zum Matchball zu bleiben.

Ich sehe in der ganzen Diskussion in diversen TT-Foren ein Problem. Wer sich dort äußert ist in der Regel ein ausgesprochener Fan, der nicht genug bekommen kann. So entsteht der Eindruck einer Mehrheitsmeinung. Wer TT so nebenbei spielt oder konsumiert schreibt keine Beiträge. Passt ihm was nicht, so reist er das nächste Mal nicht mehr an und zappt, falls doch mal was im Fernsehen kommt, einfach weiter. Und wir wundern uns über das Desinteresse.
Abwehrfan

#9 Markus Thies

Markus Thies

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Geschrieben 03 Oktober 2011 - 22:50

So mag auch mal meinen Senf dazugeben.

Zum Thema Spielzeit:
Ihr vergleicht dort Äpfel mit Birnen und zwar reine Mannschaftssportarten mit Zeitlimit gegen ne individual Sportart die in Teams ausgetragen wird. Der passendere Vergleich wäre wohl Tennis oder Badminton. Im Tennis kann es auch passieren das ein Spiel nach 60 Minuten oder 4 Stunden vorbei ist.... und trotzdem begeistert diese Sportart die Zuschauer..


Die Frage ist, unter welchem Aspekt man unterschiedliche Sportarten vergleicht. Der Zeitfaktor ist heute schon ein KO Kriterium bei der Auswahl der Freizeitaktivitäten. Es ist natürlich richtig, daß es noch weitere Entscheidungskriterien gibt: Wir sind ja der Beweis, daß Tischtennis andere Vorteile hat, die wir nicht beim Joggen oder im Fitnesscenter finden.

So weit ich über Tennis informiert bin, hatten die noch wesentlich dramatischere Einbrüche als wir beim Tischtennis.

Und letztendlich ist der Zeitfaktor in den Kreisklassen im Altkreis Münden auch nicht so riesig:
  • Die Fahrten sind überschaubar
  • in der 1. und 2. KK. wird in Vierer Mannschaften in der Woche gespielt
Wenn Du unter der Woche mit Vierer-Mannschaften spielst, ist es nicht relevant, ob das Spiel eine halbe Stunde länger dauert. Es gibt keine Veranstaltung, die um 23:00 Donnerstag Nacht beginnt. Das sieht mit 6er Mannschaften + längere Fahrten am Wochenende ganz anders aus. Du kannst keinen Termin vor 22:00 (bei Spielbeginn 16:00) zusagen. An Kino/Theater um 20:00 ist gar nicht zu denken.

Wir haben letzten Samstag in Hattorf gespielt. Das ist keine lange Fahrt. Um 14:10 habe ich das Haus verlassen und gegen 21:30 war ich wieder zu Hause. Bei Beginn des Spiels waren ca. 20 Zuschauer in der Halle. Als es in die Entscheidung des Matches ging, waren alle Zuschauer gegangen - und das lag weder an der Spannung noch an der Qualität. Diese Dinge sollte man zu Kenntnis nehmen.

Was allerdings auch richtig ist: Es müssen auch weitere Überlegungen angestellt werden. Nur eine Spielsystemreform im Tischtennis wird allein nicht reichen den Rückgang zu stoppen.




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