• wie wird Tischtennis in der Zukunft gespielt?

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Kommentar von LuckyBrinky |

Ich finde, dass es Nebenformate sind, die parallel ausgetragen werden können. Gerade der Spin und die Schnelligkeit macht doch unsere Sportart aus.

Ein größeres Problem bei der Nachwuchsgewinnung ist auch einfach die Schule und dass die Kinder weniger Zeit für Hobbys haben, gepaart mit zu vielen medialen Angeboten zu Hause.

Ich denke, wenn der Schritt gemacht wird, die Regeln in diese Richtung zu ändern, nimmt es dem Tischtennissport seine eigentlichen Reize und nimmt ihm seine Identität.

Des Weiteren wird z.B. Fußball unter gleichen Regeln von der Bundesliga bis in die Kreisklasse gespielt. Beim Tischtennis gibt es zigtausend unterschiedliche Spielsysteme.

Problem bei der Vermarktung im TV ist auch einfach, dass Fußball alles klein hält. Das ergeht Zuschauer-attraktiven Sportarten wie Volleyball ebenso - und das hat nichts mit zu viel Spin zu tun.

Ich weiß von vielen Spieler/innen (mich eingeschlossen), die mit dem Tischtennis aufhören wollen, wenn so Regeln wie "doppelte Netzhöhe", "nur noch Rückhandaufschläge" o.ä. den Sport künstlich TV-tauglich machen zu wollen. In Japan oder China gibt es da deutlich weniger Probleme bei der Vermarktung. Die kleinen Sportarten haben in Deutschland das große Problem "Fußball".

Kommentar von Arslan Boyaci |

Gute Analyse. Aber selbst Ping Pong setzt hohe technische Fähigkeiten voraus, die man nur beim normalen Tischtennis Training lernt. Und das ist meines Ermessen das Hauptproblem. Tischtennis ist Techniklastig. Und es dauert sehr lange bis man die Technik kann. Das setzt Geduld voraus. Erfolge zeigen sich nur sehr spät. Und das schreckt ab.

Kommentar von Stephan |

ABSOLUTER Schwachsinn!!!

Tischtennis muss Tischtennis bleiben.

Der Sport wird sich durch die ewigen Regeländerungen noch selbst abschaffen!!

Kommentar von keppi |

eigentlich waren diese Themen schon vor vielen Jahren die gleichen: damals ging man vom 38mm- auf den 40mm Ball und entschärfte die Aufschläge ( nicht mehr mit dem Körper verdecken).

mein Standpunkt: also ich spiele für mein Leben gerne Tischtennis, mit den ganzen Schnittvarianten und so. auch das unterschiedliche Material finde ich eher spannend, als lästig.

Wir sollten uns einfach unserer Stärken bewusst werden: trotz einer kleinen Plauze bei dem ein oder anderen Spiele ( bei mir auch !) ist es ein sehr geselliger Sport mit überdurchschnittlichem Intelligenz-Quotienten bei den Protagonisten. und so oft verletzten, tut man sich ja auch nicht.

der Wettkampf Sport hat sich schon länger von der Basis entfernt ( schon vor drei Jahren auf Plastik umgestellt/ in den unteren Ligen erst jetzt), und das finde ich auch ok...

mein Fazit: der Sport ist für den TV Zuschauer viel zu schwer, zu verstehen. einfache Sportarten sind en vogue. das Runde muss ins Eckige oder der Basketball ins Netz/ in den Ring... das versteht jeder ...

zum Thema Nachwuchs: das Problem haben auch alle anderen Sportarten , außer Fußball. da kommen aber die Hälfte der Kinder total gefrustet nach Hause,.... auch nicht schön...!

die Gesellschaft ist in einer sehr starken Umbruchphase und das bekommen die Vereine küppeldicke zu spüren...
da finde ich beispielsweise das amerikanische Schulsystem cool, die haben in ihren Hauptsportarten überragende Sportlehrer...

allen schöne Ostern... und spielt vllt. ein schönes Turnierchen mit Bratwurst und Pils danach...

alles im allen sage ich mal so: fast alle Sportarten haben neben Fußball ihre Probleme...und werden zu Randsportarten degradiert....

Kommentar von Peter |

Ich spiele Tischtennis, weil es mir Spaß macht. Ich benötige weder eine Vermarktung noch eine große und begeisterte Zuschauerzahl. Ich denke, dass man in erster Linie Sport macht, weil es einem Freude bereitet. Das sollte immer im Mittelpunkt stehen. Es gibt viele andere Randsportarten. Einige davon bestehen schon Ewigkeiten, andere davon sind fast ausgestorben - c'est la die

Kommentar von Thomas |

Durch die Einführung der Plastikbälle ruiniert sich Tischtennis gerade selber.
Um das zu erkennen, vergleiche man einfach nur ein paar YouTube-Videos absoluter Spitzenleute aus den Jahren 2019 (z.B. Harimoto gegen Ma Long, China open 2019, oder noch extremer, Mattias Falck gegen Ma Long, WM Finale 2019) mit denen von z.B. 2006, lange vor der Einführung des Plastikballs (z.B. Timo Boll gegen Ma Lin, WM Halbfinale 2006). Dynamik, Geschmeidigkeit, Spin und Geschwindigkeit sind ersetzt worden durch das Provozieren scheinbar leichter Fehler, durch das Schlagen von Luftlöchern und durch ruckartige Bewegungen dicht an der Platte.
Ich meine auch jeder Laie erkennt, dass Tischtennis für die Zuschauer und die Spieler nicht attraktiver geworden ist, ganz im Gegensatz zu den Beteuerungen derjenigen, die diese Änderungen im Tischtennis betrieben haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die durch Frischklebeverbot und Plastikballeinführung erzwungene, heutige Spielweise die Begeisterung und Faszination beim Tischtennisnachwuchs wecken kann.

Man fragt sich, wie es dazu kommen konnte? Anscheinend haben einige wenige innerhalb der ITTF diese Regeländerungen weltweit im Alleingang durchsetzen können. Niemals wären diese Regeländerungen an der Basis mehrheitsfähig gewesen.

Meiner Meinung nach war das alles sehr zum Nachteil der Sportart Tischtennis.

Kommentar von Daniel Muth |

Es gab in den letzten Jahren schon vier entscheidende Regeländerungen in unserem ursprünglich anspruchsvollen Sport mit Bezug zur Rotation:

40-mm-Ball, Verbot verdeckter Aufschläge, Frischklebeverbot, Plastikball.
An der Medienpräsenz und der Mitgliederentwicklung hat das alles nichts geändert.

Die haben den Sport also deutlich "vereinfacht". In meinen Augen viel zu sehr. Einen interessanten Sport macht doch gerade seine Technik aus. Diese gehört zum Tischtennis dazu.

Wenn ich einen wirklich profanen Sport machen wollte, würde ich Laufen gehen, alles nur eine Frage der Trainingsintensität.

Die Selbstdarstellung ist das eigentliche Problem. Gelungene Selbstdarstellung ist unmittelbar verknüpft mit den Begriffen Selbstvertrauen und Sendungsbewusstsein. Und je mehr man das Tischtennisspiel vereinfacht, im Sinne von aufgibt, desto weniger bleibt von beidem übrig.

Fazit: Wahnsinn ist, immer wieder das gleiche zu tun und auf ein anderes Ergebnis zu hoffen.

Kommentar von Rudi Endres |

Wir verlieren stark Mitglieder im Vergleich zu anderen Randsportarten und das seit Jahrzehnten, völlig unabhängig von Regeländerungen oder Erfolgen bzw. Misserfolgen. In den letzten Jahren schlug der Rückgang voll auf die Spieler durch. Bei der Q-TTR-Berechnung am 11.05.2019 waren es genau 299.273
Spieler, die in den letzten zwei Jahren davor (also am 11.05.2017 oder
später) noch einen Wettkampf gespielt haben. 242.672 davon hatten ihr
letztes Spiel zwischen dem 11.05.2018 und dem
10.05.2019. 225.722 waren es, wenn man nur die nimmt,
die zwischen dem 11.11.2018 und dem 10.05.2019 noch gespielt
haben.
Die letzte Saison lassen wir mal wegen der Coronaverzerrungen weg.
Man muss daher was machen.
Die einen sehen im schlechten Image den Grund für die Abwärtsentwicklung, die anderen in den spinlastigen, ultrakurzen Ballwechseln. Beide haben m.E. Recht. Eins bedingt das andere.
Clickball mag Potenzial haben, doch schauen die „richtigen Spieler“ ziemlich arrogant auf diese Variante herab. Und was wäre, wenn Clickball eine echte Konkurrenz würde? Würde das den Untergang beschleunigen?

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