Tischtennis sackt ab - das ist nicht nötig!

  • Wenn die Sportbegeisterung insgesamt nachlässt und die Mannschaftszahlen in allen Sportarten zurückgehen, mag dies demographische und gesellschaftliche Gründe haben.

  • Wenn unsere Sportart im Ranking der aktiven Sportler nicht nur im Trend sondern deutlich darüber hinaus zurückgeht (wir plötzlich nicht mehr unter den Top Ten sind), haben wir uns nicht ausreichend weiterentwickelt.

  • Wenn wir darüber hinaus feststellen, daß Tischtennis im Hobbybereich ungebrochen stark ist, wissen wir allerdings, daß wir eine Chance haben.

  • Diese müssen wir nur nutzen!

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Kommentar von Konrad Anzenberger |

Eine Interessante Beobachtung. Die Mitgliederzahl im Deutschen Tischtennisbund ist von 2002 bis 2015 tatsächlich von ca. 688.000 auf 588.000 zurückgegangen. Das ist Schwund von 14,5%. Ein solch hohe Zahl ist wohl nur durch den demographischen Wandel zu erklären. Auch in meinem Umfeld beobachte ich, dass die kleinen Vereine an der Basis leider immer weniger Zulauf haben. Vor allem fehlt es am Nachwuchs. Ich glaube, das liegt wohl daran, dass es für die Jugendlichen heutzutage zu viele Ablenkungsmöglichkeiten und mehr Angebote auch an Funsportarten gibt. Früher gab es halt nicht so viele Angebote und man war um seinen Tischtennisverein froh. Heute hat man den Eindruck, dass immer mehr Senioren Tischtennis spielen.
In unserem Verein haben wir eine gute Nachwuchsarbeit und dadurch noch mehr Zulauf von Jugendlichen als bei den Nachbarvereinen. Allerdings ist dafür auch eine Menge an ehrenamtlichen Engagement nötig. Es wäre schön, wenn es wieder gelingen würde mehr Menschen für diesen faszinierenden Sport zu begeistern.

Kommentar von Steffi Feiks |

Hallo,
ich sehe das ähnlich, wie Herr Anzenberger, der Schwund an gerade jungen Spielern, die diese wunderbare Sportart für sich entdecken, ist deutlich weniger, als noch zu meiner Kinderzeit. Damals war eine riesige Halle, mit 20 Tischen voller Kinder und einigen Erwachsenen, die sie betreuten!
Heute gehen die meisten Kids lieber in eine Mannschaftssportart wie etwa Fußball, oder schnappen durch die Medien die neuen Funsportarten auf und versuchen es.
Da hat es Tischtennis schwer!
Ich bin auch Bogenschützin, da ist das Problem das gleiche, viele Erwachsene, manchmal mit ihren Kindern, viele "ältere" und kaum Nachwuchs.
Doch, wie soll man dieses Problem lösen?
Wenn selbst Schul-AG´s keine neuen Mitglieder für etwa einen Tischtennisverein "hervor bringt"!?
Schwund hin oder her, ich liebe meine Sportarten und bleibe ihnen treu!

Kommentar von Rudi Endres |

Für tieferklassige Vereine rentiert sich Jugendarbeit nicht unbedingt. Die besten Spieler wechseln ohnehin und der Rest verliert die Lust. Früher blieben genug übrig, heutzutage nicht mehr. Ich könnte auf Anhieb mehrere Vereine aus der Umgebung nennen, die erfolglos Jugendarbeit betrieben haben und sich dann auflösten.
In anderen Sportarten gibt es Ausbildungsentschädigungen, die das finanzielle Risiko zum Teil abdecken. Angesichts steigender Abgaben und Hallengebühren ist das ein wichtiger Aspekt.

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