Tischtennisspieler geht zur Wahl!

Am kommenden Sonntag ist wieder Bundestagswahl. Aus diesem Anlaß möchte ich alle Tischtennisspieler aufrufen zur Wahl zu gehen. Für einen Vereinsspieler ist es eine Notwendigkeit – nein sogar eine Pflicht zur Wahl zu gehen.

Warum gerade als Vereinsspieler?

M. M. leitet sich für jeden Bürger aus dem Wahlrecht auch eine Wahlpflicht ab. Alle 4 Jahre sollte sich jeder in die Wahlkabine begeben und unserem Land eine Richtung geben.

Warum aber gilt dies besonders für uns Vereinsspieler?

Anders als z.B. der Hobbyspieler, der nachmittags auf dem Schulhof spielt oder dem Jogger, sind für unseren Sport demokratische Strukturen wie wir sie in unseren Vereins-, Kreis-, Landes- und Bundesverbänden haben, notwendig.

Wir agieren nicht im luftleeren Raum, sondern benötigen für die Organisation unserer Tischtennisligen und Meisterschaften diese Verbandsstrukturen. In unseren Vereinen legen wir ähnliche Dinge wie in der Politik fest. Wie legen wir z.B. unsere Beiträge fest? Zahlen Kinder und Erwachsene unterschiedliche Beiträge, werden Arbeitslose oder Familien entlastet?

Welche Bereiche wollen wir fördern – den Spitzensport, Nachwuchs, Senioren? All dies sind Themen, die uns in der Politik und in unserer Verbandsarbeit in ähnlicher Weise begegnen. Und auf viele dieser Fragen muß um die Antworten wieder neu gerungen werden. Damit gehen uns all diese Themen etwas an. Sollen im Verein wie im „richtigen Leben“ bestimmte Gruppen unterstützt werden oder alle gleich behandelt werden. Sind wir für Vierer oder Sechsermannschaften im Tischtennis oder ein Tempolimit auf Autobahnen oder dagegen. Wir müssen uns einbringen. Nur meckern bringt nichts.

Ohne Menschen, die sich diesen Themen annehmen und dann letztendlich auch die Umsetzung organisieren, können wir weder im Mannschaftskampf spielen noch in einer funktionierenden Demokratie leben.

Hinzu kommt ein weiterer mir wichtiger Punkt. Egal ob der Vereinsvorstand, das Lokalparlament oder der Bundestag: Denjenigen, die sich für unsere Belange einsetzen, sollten wir zumindest bei der Wahl unseren Respekt zollen.

Ich will unsere Politiker nicht in einem rosa Licht zeichnen. Es werden wieder Versprechen gebrochen und Hoffnungen werden nicht erfüllt. Aber gerade mit unserer Wahl zeigen wir, daß wir ein bestimmtes Programm einfordern und haben das Recht, die Polik an ihren Versprechen zu messen und diese Versprechen auch von der Politik einzufordern.

Hinzu kommt, daß wir mit unserem Sport in das öffentliche Leben eingebunden sind. Und darin unterscheidet sich der Tischtennisspieler bzw. jeder Sportler, der in einer Liga spielt, von dem Jogger. Die meisten Vereine können die Hallen noch kostenfrei nutzen. Wollen wir, daß dies so bleibt? In vielen Bereichen werden wir z.B. durch die Sportförderung unterstützt. Wir sind kein privater Club, sondern ein Teil unserer Gesellschaft. Und daraus ergibt sich nicht nur ein Recht, sondern auch eine Verantwortung.

Welche Partei sollte man als Tischtennisspieler wählen?

Es wäre sicherlich interessant, die Parteienmeinung auf unsere Verbandssituation umzuschreiben. Was würden die einzelnen Parteien in unseren Strukturen vertreten? Jeder sollte den gleichen Beitrag bezahlen, egal ob Rentner, Schüler oder Student wäre vielleicht die Position der FDP, die SPD würde für mehr Gerechtigkeit und Solidarität einstehen, die Grünen für die Offenlegung der verwendeten Tropenhölzer beim Schlägerbau. Da mag sich jeder seine Gedanken machen.

Der richtige Weg zu seiner Meinung zu kommen, ist nicht nur die Personen, sondern die einzelnen Themen zu betrachten.

Und da kann der Wahl-o-mat bei der Entscheidung eine große Hilfe sein. Man kann anhand von 38 Thesen, die man schnell beantworten kann, seine Meinung mit der Übereinstimmung der einzelnen Parteien vergleichen. Dies ist auch für jeden, der schon weiß, wen er wählen will, eine interessante Erfahrung. Vielleicht gibt es doch mit anderen Parteien eine große Übereinstimmung. Es ist immer wieder eine gute persönliche Erfahrung, die eigene Position zu überdenken.

Wie Du Dich auch immer entscheiden willst, entscheide Dich und geh wählen!

Und denk bei Eurer nächsten Jahreshauptversammlung auch daran und geh auch dort hin. Das gehört beides zu unserer Demokratie!

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