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Politik & Tischtennis: DIE LINKE zu Spitzensportförderung und Breitensport im Tischtennis

Vereins– und Breitensport


1. Wie beobachten sie die Entwicklungen im Vereins- und Breitensport generell und besonders im Bezug auf den Tischtennissport?


Die deutschen Sportvereine leisten für ihre Mitglieder und die Gesellschaft seit Jahr und Tag wertvolle Arbeit und spielen dementsprechend eine wichtige Rolle in der Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen. Allerdings sieht DIE LINKE mit Besorgnis, dass die Vereine zunehmend damit zu kämpfen haben, dass der Sanierungsstau bei Sportstätten stetig zunimmt.


Viele sind baufällig, teilweise bereits gesperrt. 2009 hat die damalige Bundesregierung den Golden Plan für Sportstättenbau in einer Nacht-und-Nebel-Aktion entsorgt und die Verantwortung für Hallen, Plätze und Bäder allein den Ländern und Kommunen zugeschoben. Das Ansinnen der Fraktion DIE LINKE, diesen Plan wieder aufzulegen, hat die Mehrheit des Deutschen Bundestages nicht geteilt.
Für DIE LINKE bedeutet Sportförderung gerade auch die Bereitstellung und Erhaltung von Sportstätten, die Sicherung ihrer entgeltfreien Nutzung sowohl durch gemeinnützige Sportvereine, Schulen und Kitas, als auch durch einzelne Bürgerinnen und Bürger als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Unser Zukunftsprogramm sieht dementsprechend ausreichend Investitionen vor, um die Plätze, Hallen und Bäder barrierefrei und ökologisch sinnvoll zu sanieren und weiterzuentwickeln. Auch Tischtennis - eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in Deutschland - braucht Tische und bei Nässe und Kälte auch ein Dach über der Platte.

Rückgang der Mitgliedszahlen in den Vereinen

2. Wir erleben einen Rückgang der Mitgliedszahlen in den Vereinen und im Nachwuchsbereich, speziell im
Mädchentischtennis. Wie kann die Politik dem entgegenwirken?

Politische Entscheidungen können hier eher mittelbar helfen. Aus Sicht der LINKEN muss dafür gesorgt sein, dass auf jeden Schulhof, an jedem Spielplatz und in jedem Park, aber auch in jeder Jugendherberge so wie in anderen Freizeiteinrichtungen Tischtennisplatten frei zugängig angeboten werden. Je häufiger Kinder und Jugendliche mit dem kleinen Ball in Kontakt kommen, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Sport auch im Verein ausüben wollen. Hier sollten alle politischen Ebenen gemeinsam darauf achten, dass es diese Angebote gibt. Darüber hinaus müssen die Vereine und der Verband selbst Wege finden, die Teilnahme am Training so attraktiv wie möglich zu gestalten – begleitet von einer entsprechenden Öffentlichkeitsarbeit.

 

kontinuierlichen Vereinsarbeit und sportlicher Betätigung


3. Einer kontinuierlichen Vereinsarbeit und sportlicher Betätigung steht oft die Diskrepanz zwischen Arbeitszeit, Ort und Fahrtzeit gegenüber. Wie steht Ihre Partei zu dieser Problematik und besitzen Sie Lösungsansätze für die bessere Vereinbarkeit?


DIE LINKE setzt sich seit langem dafür ein, das Miteinander von Beruf und Freizeit für die Beschäftigten leichter handhabbar zu gestalten. Dazu gehört auch, dass wir es durchaus für wirtschaftlich sinnvoll und machbar halten, die Arbeitszeit zu kürzen. Ein Normalarbeitsverhältnis läge dann Vollzeit bei um die 30 Wochenstunden, selbstverständlich bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Allerdings wäre es auch gut, wenn sich die politischen Ebenen wieder verstärkt um Betriebssportgruppen kümmerten. Diese Arbeitgebern als attraktives Angebot zu präsentieren, wäre eine lohnenswerte Aufgabe. Gemeinsam Sport zu treiben, kann die Arbeitsatmosphäre insgesamt verbessern. Zeitaufwendige Wege und Fahrten wären dann nicht mehr notwendig.


Förderung des Breitensports


4. Welche Maßnahmen wurden und werden zur Förderung des Breitensports getroffen?


DIE LINKE fordert seit langem, dass der Bund auch für die Förderung des Breitensports Verantwortung übernimmt. Allerdings hat dies die derzeitige Regierungskoalition wie auch ihre Vorgängerinnen mit der Begründung abgelehnt, dass Breitensport im Verantwortungsbereich der Länder und Kommunen liege. Der Bund ist demnach ausschließlich für den Spitzensport verantwortlich. Ziel der LINKEN ist es hingegen, die Wechselwirkung zwischen Spitzen- und Breitensports deutlich stärker als bisher auch bei der Reform der Spitzensportförderung und der Verteilung vorhandener Mittel innerhalb der Sportverbände in den Vordergrund zu stellen.


aktuellen Förderung


5. Wie steht ihre Partei zu der aktuellen Förderung? Haben Sie andere Ideen oder Maßnahmen, die sie gerne umsetzen möchten?


Aus unserer Sicht gehört es zu den Aufgaben einer Bundesregierung zu gewährleisten, dass jede Sportförderung des Bundes auch einer zunehmenden breiten sportlichen Betätigung für alle und der Gesundheit der Menschen von frühester Kindheit bis ins hohe Alter dient. Deshalb fordert DIE LINKE., Sport als Querschnittsaufgabe (fast) aller Politikbereiche zu begreifen. Bildungs-, Gesundheits- Sozial- und Familienpolitik, Kinder- und Jugendpolitik, aber auch Wirtschafts-, Umwelt- oder Außenpolitik haben mit dem Sport zu tun. Bund, Länder und Kommunen sind gefordert, auf dem Gebiet des Sports noch enger zusammenzuarbeiten.
Dabei sollten die unterschiedlichen Zuständigkeiten und Kompetenzen zwar beachtet, gegebenenfalls aber auch in Frage gestellt, verändert und gebündelt werden. Eine künftige Bundesregierung muss zudem das Versäumte dringend nachholen und schnellstens einen Gesetzentwurf zur Verankerung des Sports als Staatsziel im Grundgesetz sowie einen Entwurf eines Sportfördergesetzes des Bundes vorlegen. Zudem muss Sport kommunale Pflichtaufgabe werden. Keine politische Ebene darf sich künftig ihrer Verantwortung für den Sport entziehen.


Warum DIE LINKE?


6. Wie können Sie einen Tischtennisspieler überzeugen, ihre Partei zu wählen?


DIE LINKE steht für eine Förderung des Breitensports, zu dem ganz unbestreitbar auch Tischtennis gehört. Auch wenn die Interessen von Tischtennisspielerinnen und -spielern nicht ausdrücklich vertreten werden, gehen wir davon aus, dass sie noch nach vielen anderen Gesichtspunkten ihre Wahlentscheidung treffen. DIE LINKE ist die Partei, die konsequent für soziale Gerechtigkeit, für gute Arbeitsbedingungen, eine Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen bei Steuern und Sozialabgaben und eine höhere Besteuerung hoher Einkommen und Vermögen streitet. Wir stehen für eine soziale Offensive für alle Menschen in diesem Land. Dies ist auch ein guter Grund für viele Menschen, die in ihrer Freizeit Tischtennis spielen, am 24. September DIE LINKE zu wählen.


Fragen an die Tischtennisspieler Ihrer Partei


7. Was ist für Sie/Dich das besondere am Tischtennis?
Haben Sie, hast Du trotz der Arbeit im Deutschen Bundestag Zeit, Tischtennis zu spielen? Auch Punktspiele?

Innerhalb der Sportgemeinschaft des Deutschen Bundestages gibt es auch eine Tischtennis-Gruppe, die sich wöchentlich trifft.
Sowohl Abgeordnete als auch Mitarbeitende können teilnehmen. Die Fraktionszugehörigkeit spielt in der Sportgemeinschaft keine Rolle. Ob und welche Abgeordnete bzw. Kollginnen und Kollegen der Bundestagsfraktion sich dort betätigen, entzieht sich unserer Kenntnis.

 

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